ENERGIEBERATUNG FÜR KOMMUNEN

Energienutzungspläne

Energienutzungspläne sind unentbehrlich für die Energiewende in den Gemeinden - Der Bayerische Gemeindetag legt seinen Mitgliedern wärmstens ans Herz, einen Energienutzungsplan aufzustellen.

Nicht zuletzt auch wegen der Fördergelder von 70 Prozent. Der ENP eignet sich besonders für Maßnahmen, die auf einen größeren räumlichen Bereich zielen und mehrerer Akteure bedürfen, etwa bei Nahwärmenetzen aber auch der energetischen Sanierung von Ortsteilen. Damit das Planungswerk tatsächlich etwas bringt, sollte es gewissen Standards genügen.

Eingetragenes Fachbüro

Wir haben uns verpflichtet, Energienutzungspläne und Energiekonzepte nach dem Qualitätsstandard des Bayerischen Gemeindetags zu erstellen und sind in der dazugehörigen Liste als Fachbüro eingetragen. Darüber hinaus dient der von der Technischen Universität München verfassten und vom bayerischen Staatsministerium herausgegebenen „Leitfaden Energienutzungsplan“ als Arbeitsgrundlage.

Konkrete Maßnahmen

Gewisse Mindeststandards bei der Aufnahme des energetischen Status quo und die frühzeitige Mitwirkung der Akteure sind das eine. Es kommt aber auch zwingend darauf an, konkrete Maßnahmen zu nennen und diese auf ihre Wirtschaftlichkeit hin abzuklopfen. Die Erstellung des Maßnahmenkataloges erfolgt vor allem unter wirtschaftlichen, aber auch innovativen Aspekten.

Damit der Energienutzungsplan oder das Energieeinsparkonzept in der Praxis auch umgesetzt werden, legen wir besonderen Wert auf eine praxisnahe und umsetzungsorientierte Konzepterstellung unter Beachtung aktueller Fördermöglichkeiten. Um der Gemeinde die erarbeiteten Daten fortschreibbar zur Verfügung zu stellen werden diese, soweit möglich und sinnvoll, georeferenziert und digital generiert.

Flyer Energiekonzepte renergie

Quartierskonzepte

Energetische Stadtsanierung

  • 65% Zuschuss für die Erstellung eines energetischen Quartierskonzepts
  • 65% Zuschuss für Personal- und Sachkosten eines Sanierungsmanagers (für 3 Jahre) bei vorliegendem integriertem Quartierskonzept.

Fördergegenstand:

  • integriertes Quartierskonzept:
    -  Ausgangsanalyse: größte Energieverbraucher, Potenzialanalyse Energieeinsparung/-effizienz, Gesamtenergiebilanz nach der Sanierung.
    -  konkrete Maßnahmen und deren Ausgestaltung
    -  Kosten, Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen
    -  Erfolgskontrolle
    -  Zeitplan, Prioritäten, Mobilisierung der Akteure
    -  Information und Beratung, Öffentlichkeitsarbeit
  • Sanierungsmanager - liegt Ihnen bereits ein integriertes energetisches Quartierskonzept vor, können Sie Zuschüsse für einen Sanierungsmanager separat beantragen welcher folgende Aufgaben hat:
    -  Konzeptumsetzung planen
    -  Akteure aktivieren und vernetzen
    -  Maßnahmen koordinieren und kontrollieren
    -  zentraler Ansprechpartner für Fragen zu Finanzierung und Förderung

Antragsberechtigt sind:

  • kommunale Gebietskörperschaften, sowie deren rechtlich unselbstständige Eigenbetriebe.
  • privatwirtschaftliche oder gemeinnützige Akteure z.B.:
    -  Stadtwerke
    -  Wohnungsunternehmen
    -  Wohnungsgenossenschaften o. Eigentümer von Wohngebäuden einschließlich Eigentümer-Standortgemeinschaften
  • Nicht gefördert werden können kommunale Zweckverbände

Förderobergrenzen:

  • 150.000 Euro pro Quartier für Sanierungsmanager
  • keine Deckelung bei Quartierskonzepten
  • Zuschüsse unter 5.000 Euro werden nicht ausgezahlt.

Weiterführende Informationen zum KfW-Programm Nr.432

 

Energieeffizienznetzwerke

Energie-Kommunen

Energie-Kommunen schaffen durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien maximale Wertschöpfungseffekte in ihrer Gemeinde. Voraussetzung hierfür ist die Beratung, Akzeptanz und Beteiligung der Gemeinde und Bürger. Durch die Erstellung eines Energienutzungsplanes wird der Bau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen oder Energieeffizienz-Maßnahmen (z.B.Gebäudesanierung) koordiniert und in einen Planungsprozess eingebettet. Nur so können alle Potenziale erschlossen und sinnvolle Maßnahmen umgesetzt werden.

Energieeffizienz-Netzwerke

Begleitend dazu lernen Kommunen in Energieeffizienz-Netzwerken voneinander und geben ihre Erfahrungswerte weiter. Vorrangige Ziele sind die Initiierung von kommunalen Energieeffizienz-Netzwerken, Steigerung der Energieeffizenz sowie die Minderung des Energieverbrauchs.

Ein Energieeffizienz-Netzwerk besteht aus:

  • 5 bis 12 Kommunen
  • NetzwerkmanagerIn
  • energietechnischer BeraterIn
  • ggf. ModeratorIn

Flyer Energieeffizienz-Netzwerke renergie

Fördermöglichkeiten

Förderung BayINVENT

Förderung bayerischer Energienutzungspläne/ -einspar-konzepte BayINVENT: Zahlreiche Fördermöglichkeiten innovativer Energietechnologien und der Energieeffizienz bieten den Kommunen die Chance einen Teil zur Energiewende beizutragen.

  • 70% Zuschuss für Energienutzungspläne oder Teil-Energienutzungspläne (für ausgewählte Maßnahmen, Gemeindeteile)
  • 50% Zuschuss für Energieeinsparkonzepte.
  • Konzepterstellung nach Qualitätsstandard des Bayerischen Gemeindetages.
  • Antragsberechtigt sind kommunale Gebietskörperschaften, Träger kirchlicher und anderer Einrichtungen in Bayern ohne wirtschaftliche Tätigkeit sowie Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Bayern

CO²-Minderungsprogramm - Förderung von Klimaschutzmaßnahmen

  • 40 - 50% Zuschuss
  • Förderuntergrenze:  5.000 Euro (zuwendungsfähige Kosten)
  • Förderobergrenze:   30.000 Euro (Zuwendung) - Bei der Umsetzung von Maßnahmen entfällt die Förderobergrenze.

Fördergegenstand:

  • Ermittlung, Vorbereitung von Treibhausgasminderungsmaßnahmen sowie Durchführung nichtinvestiver THG-Minderungsmaßnahmen bei öffentlichen Gebäuden:
    -  Aufbau von Strukturen zur Betriebsoptimierung mittels Energiemanagement.
    -  Energetische Zustandserfassung/ Einsparpotentialanalyse.
    -  Vorschläge Energieeinsparmaßnahmen (Gebäude, Technik, Nutzverhalten) als Ausführungs- oder Umsetzungsplanung.
    -  Beratung und Schulung von Gebäudeverantwortlichen.
    -  Beratung und Begleitung bei Realisierung von Vorhaben (energetische Sanierungsplanung).
    -  Vorbereitung, Ausschreibung und beratende Begleitung bei der Durchführung von Maßnahmen zum Energieeinsparcontracting sowie zum Energieliefercontracting.
  • Aufbau und Betrieb von nachhaltigen Strukturen und Prozessen zur Optimierung und Umsetzung von THG-Minderungsmaßnahmen:
    • Betrachtung aller kommunalen Handlungsfelder/ Planungsbereiche:
      Ver-/Entsorgung, kommunale Gebäude und Anlagen, Mobilität, Informations- und Motivationsaktivitäten für Haushalte, Gewerbe und Industrie, Handel- und Dienstleistungswirtschaft.
    • Beteiligung wichtiger Entscheidungsträger, Akteure, Multiplikatoren
    • Analyse und Bewertung von Ausgangssituation und Maßnahmen hinsichtlich   Wirksam-, Realisierbarkeit.
    • Erarbeitung und Fortschreibung eines Aktivitäten-/Maßnahmenkataloges
    • Aufbau und Etablierung eines Controllingverfahrens
    • Beteiligung an Erfahrungsaustauschen und Netzwerken
    • Teilnahme an Zertifizierungsverfahren / Benchmarking
  • Umsetzung von Vorhaben aus den ermittelten und vorbereiteten THG-Minderungsmaßnahmen in Form von Demonstrations-/ Pilotprojekten (nur öffentliche Gebäude) bei folgenden Energiestandards:
    • Passivhausstandard bei Neubauten (Anforderungen nach Passivhausinstitut).
    • Drei-Liter-Haus-Standard bei Gebäudesanierung (Heizwärmebedarf max. 30 kWh/m²a).

Antragsberechtigt sind bayerische Kommunen und deren Zusammenschlüsse, Kommunalunternehmen, andere Körperschaften des öffentlichen Rechts, in begründeten Ausnahmefällen auch Sonstige (z.B. Vereine).

Kommunalrichtlinie - Förderung von Klimaschutzprojekten

Antragsfristen:

  • 01.01. - 31.03.15: für investive Maßnahmen, Einstiegsberatung, Konzepterstellung
  • ganzjährig:            für Klimaschutzmanagement und Energiesparmodelle

Fördergegenstand und Zuschuss:

  • 65% für Klimaschutzkonzepte und Einstiegsberatung (15 Beratertage)
  • 50% für Klimaschutz-Teilkonzepte
  • 65% für Energiesparmodelle und Klimaschutzmanagement
  • 30% für Investitionen in Innen-/ Hallenbeleuchtung
  • 25% für Investitionen in raumlufttechnische Anlagen.
  • 50% für Investitionen in Mobilitätsstationen.
  • 40% für Investitionen in Wegweisungssysteme und Radverkehrsanlagen.
  • 50% für Investitionen in Technologien zur Minderung von Treibhausgas-emissionen bei stillgelegten Siedlungsabfalldeponien.

Antragsberechtigt sind bundesweit Kommunen und Zusammenschlüsse, die zu 100% aus Kommunen gebildet werden.
Je nach Haushaltssituation sind unter Umständen auch höhere Fördersätze möglich.

 

 

Thomas Brutscher

tb@renergie-allgaeu.de
0831 52 62 68 0 -17