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01. Juni 2017

Keine Förderung für Öl- und Gasheizungen

Immer noch ist in Deutschland die Heizanlagentechnik auf Basis fossiler Energieträger klar dominierend. Auch bei Neu- oder Ersatzinvestitionen. Renergie Allgäu kritisiert die staatliche Förderung dieser klimaschädlichen Resultate über die Programme der KfW-Bank und mittels des bayerischen 10.000-Häuser-Programms.

Förderung Öl und Gasheizung

Fast 80 Prozent der Heizanlagen in Deutschland sind veraltet und verbrauchen zu viel Energie (BDH 2012). Doch auch bei Neuinvestitionen überwiegen weiterhin Öl- und Gaskessel. In nur 25% aller Fälle werden bei den Investitionen in Heizsysteme Biomasse-Heizungen, Wärmepumpen oder solarthermische Anlagen eingebaut.

Im Nachbarland Dänemark dürfen dagegen bereits seit 2013 keine Neubauten mehr mit Öl- oder Gasheizkesseln errichtet werden. Ab 2016 ist dort der Einbau neuer Ölheizkessel in bestehenden Gebäuden verboten, wenn Fernwärme oder Erdgas zur Verfügung stehen.

„Wenn wir Klimaänderungen als Problem wahrnehmen, dürfen wir keine neuen Anlagen zur Verbrennung fossiler Brennstoffe mehr einsetzen“, sagt dazu Energieberater Thomas Hartmann. Denn diese Kessel werden wiederum mindestens 20 bis 30 Jahre in Nutzung bleiben.

In den Förderprogrammen des Bundes und des Freistaates Bayern wird der Ersatz alter, aber noch nicht austauschpflichtiger Öl- und Gaskessel durch Brennwertgeräte mit Zuschüssen zwischen 10 und kumuliert rund 20 Prozent immer noch begünstigt. Auch für diese Förderfälle bedarf es inzwischen der Sachverständigenbestätigung durch einen bei der KfW-Bank zugelassenen Energieberater.

Auch wir bei renergie Allgäu sind verstärkt mit Anfragen konfrontiert, wenn Hauseigentümer bei der Installation eines Brennwertkessels für fossiles Heizöl oder Erdgas die Zuschüsse abgreifen wollen, ohne sich mit Alternativen für erneuerbare Energie oder für allgemeine Gebäudesanierung überhaupt befassen zu wollen.

„Wir haben uns entschlossen, diese Anliegen nicht zu unterstützen, da sie mit unseren satzungsgemäßen Vereinszielen nicht vereinbar sind“, so der Energieeffizienz-Experte beim Verein.

Falls ein Antragsteller also nicht bereit ist, sich zur Nutzung erneuerbarer Energien wenigstens ergebnisoffen beraten zu lassen, müssen wir auf die Bearbeitung durch andere Energieeffizienz-Experten verweisen.

Thomas Hartmann



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