Neue Pflichten für alle Anlagen ab 100 kW – Redispatch 2.0


Redispatch 2.0 – Kostenloses online Meeting über die neuen Pflichten für alle Anlagen über 100 kW (!!!)

Alle Anlagen über 100 kW müssen jetzt Meldungen an den Netzbetreiber wegen Redispatch 2.0 machen. Viele von Ihnen wurden schon vom Netzbetreiber angeschrieben oder erhalten in Kürze ein Schreiben dazu.

Aktuell ist Ihre wichtigste Pflicht, dass Sie 2 sogenannte „Marktrollen“ vergeben müssen (teils kann der Netzbetreiber zusätzlich eine technische Nachrüstung fordern). Sie müssen für Ihre Anlagen über 100 kW den Einsatzverantwortlichen (EIV) und den Betreiber der technischen Ressource (BTR) bestimmen. Zudem müssen Sie Ihre Stammdaten überprüfen und Anpassungen melden.

Wenn Sie einen Direktvermarkter haben, raten wir dazu, beide Marktrollen sowie die Stammdatenüberprüfung dem Direktvermarkter zuzuordnen, da dann alles in einer Hand liegt. Das ist für Sie die einfachste Lösung!

Wenn Sie keinen Direktvermarkter haben, müssen Sie entweder in die Direktvermarktung wechseln, einen externen Dienstleister finden oder die Aufgaben selbst übernehmen (letzteres ist nur mit guter Kenntnis der Energiewirtschaft zu empfehlen). Wir empfehlen den Wechsel in die Direktvermarktung, da dieser Schritt viele Optionen wie zum Beispiel die Regionalvermarktung im cells energy Marktplatz eröffnet.

Bitte melden Sie uns, wie Sie vorgehen wollen, falls Sie betroffen sind (alle Anlagen über 100 kW). Laden Sie dazu unseren Fragebogen herunter, füllen diesen aus und mailen oder faxen Sie uns diesen zurück.

Wir bieten zudem eine Informationsveranstaltung an:

Dienstag 20.07.2021 – 20:00 – 21:30 Uhr – Online Meeting

Redispatch 2.0 – Neue Pflichten für alle Anlagen ab 100 kW!
Kostenfreie Informationsveranstaltung in Kooperation der Lechwerke Verteilnetz mit renergie

Anmeldung bitte per E-Mail an veranstaltungen@renergie-allgaeu.de. Sie erhalten nach Anmeldung einen Zoom-Einwahllink.

politische Diskussion zur Bundestagswahl 2021


renergie-Kernforderungen zur Bundestagswahl

Die 20. Wahl des Deutschen Bundestags wird am 26. September 2021 stattfinden. Wir möchten Sie grundsätzlich motivieren, sich an dieser Entscheidung zu beteiligen und damit Ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen. renergie Allgäu e.V. ist seit Gründung und sogar per satzungsgemäßem Auftrag auch im politischen Bereich tätig. Im Vordergrund stehen für uns dabei immer der Klimaschutz und der Ausbau Erneuerbarer Energien. Parteipolitisch legen wir uns dabei niemals fest, sondern orientieren unsere Aktivitäten und unsere Öffentlichkeitsarbeit anhand der Programmatik der Parteien. Für die Wahl im September haben wir folgende Kernforderung definiert, die wir bei vollständiger Verfügbarkeit der Programme aller Parteien abgleichen und wiederum veröffentlichen werden. Die nachfolgende Aufstellung dient somit zunächst der Abstimmung mit Ihnen, unseren Mitgliedern. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ergänzungen oder Änderungswünsche rückmelden. Bitte verwenden Sie dazu die Adresse: th@renergie-allgaeu.de.

  • Abschaltung Kernenergie gemäß Ausstiegsbeschluss und Beendigung der Braunkohleverstromung bis 2025 und der Steinkohleverstromung bis spätestens 2030.
  • Abbau aller staatlichen Unterstützung für fossile Energieträger bzw. deren Vermarkter bis 2025.
  • Einführung von Lenkungsmaßnahmen zur Herstellung von Kostenwahrheit bei der Energieversorgung.
  • Ausbau Erneuerbarer Energien vor 2050 auf 100% Versorgung in allen Wirtschafts- und Lebensbereichen
    – Stufenplan gemäß Zielerreichung
    (Strombereich 65% bis 2025, 75% bis 2030, 90% bis 2040, 100% vor 2050)
    (Mobilität und Wärmebereich linear).
  • Erhalt und maßvoller Ausbau der Biogaserzeugungskapazität mit Schwerpunkt auf Regelenergie.
  • Einführung einer Ausbaustrategie für Windenergie durch Bürgerbeteiligung und positive Öffentlichkeitsarbeit. Vereinfachung und zeitlich deutliche Straffung der Genehmigungsverfahren. Beendigung des Ausbaustopps in Bayern durch Abschaffung der 10H-Regelung.
  • Solaroffensive mit wirksamen Anreizen zur Nutzung von Dach- und Nachrangflächen.
  • Einführung der Wasserstoffwirtschaft als Grundstoffversorgung für synthetische Treibstoffe. Möglichst weitreichende nationale Erzeugung.
  • Nutzung der Batteriespeicherkapazität von E-Fahrzeugen zur Netzstabilisierung (beispielsweise 4 ct/kWh für Verfügbarkeit Batteriekapazität).
  • Förderung der Bürgerenergie durch praktikable Strom-Sharing Modelle und Entbürokratisierung für alle EE-Erzeugungsanlagen bis 30 kW.

Einladung zur kostenlosen Online Veranstaltung der Schwaben-Ausgabe „Wie wollen wir Klimaschutz und Nachhaltigkeit voranbringen?

Dienstag, 17. August, 10.30 bis 12.00 Uhr

Nachhaltigkeit und Nachdruck zeigt der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) auch in seinen Bemühungen um politische Einflussnahme: Auf die landesweite Diskussionsrunde im Juli folgt darum eine schwäbische Ausgabe der digitalen Diskussionsrunde: Am Dienstag, 17. August 2021 von 10.30 bis 12 Uhr sollen sich schwäbische Vertreter von CSU, Grüne, SPD, FDP und Linke zum Thema „Nachhaltige Energieversorgung“ positionieren und ihre Ideen und Vorhaben im Bereich Klimaschutz vorstellen. Eingeleitet und begleitet wird die Veranstaltung durch filmische Statements von Betreibern unterschiedlicher Erneuerbarer Energieerzeugungsanlagen.

Sie werden als „Problemlöser für den Klimaschutz“ von ihren ganz persönlichen Erfahrungen berichten und konkrete Forderungen formulieren, um auch weiterhin ihren Beitrag zu einer nachhaltigen und erneuerbaren Zukunft leisten zu können. Die Veranstalter des LEE, namentlich die Sprecher Raimund Kamm und Florian Weh, erhoffen sich von dieser Veranstaltung im Vorfeld der Bundestagswahl ein reges Bürgerinteresse und entsprechend großes Medienecho. Zuschauerfragen und –beiträge sind via Chat möglich.

Die Anmeldung erfolgt per E-Mail unter Angabe von Vor- und Nachname und E-Mail Adresse jedes Teilnehmers an veranstaltungen@renergie-allgaeu.de. Bitte geben Sie als Betreff „Schwaben-Ausgabe Online Veranstaltung“ an. Sie erhalten nach Anmeldung einen Zoom-Einwahllink.

Windkraft

Wendelin Einsiedler, Windkraftanlagenbetreiber mehrerer Windparks aus Wildpoldsried

Wasserkraft

Alois Ruf, Wasserkraftanlagenbetreiber (90kW) aus Schöneberg

Biogas

Josef Müller, Betreiber einer Biogas-Güllekleinanlage (33kW) aus Oberostendorf

Franz Dodel, Biogasanlage mit komunaltem Wärmenetz und Industriellem Wärmeabnehmer (1,6 MW) aus Wolfertschwenden – Video folgt

Bernd Ritter, Betreiber einer Dachanlage auf Wohnwagenstellplätzen (1 mW) aus Dietmannsried – Video folgt