Gründungsveranstaltung der LEE Bayern


Rund 200 Gäste bei der Gründungsveranstaltung der Landesvertretung Erneuerbare Energien Bayern

Mit dieser Resonanz hatten die Organisatoren nicht gerechnet: Knapp 200 Teilnehmer waren der Einladung zur Gründungsversammlung der Landesvertretung Bayern des Bundesverbandes Erneuerbare Energien – kurz LEE Bayern (www.lee-bayern.de) – in den Bayerischen Landtag gefolgt. Die unterschiedlichsten Vertreter aller beteiligten Sparten waren erschienen – vom Betreiber einer Biogasanlage über den Hersteller von Solarmodulen bis hin zu Mitarbeitern der Stadtwerke München und der Green City Energy. Insgesamt neun Spartenverbände haben im Anschluss an die Redebeiträge die Gründungsurkunde unterschrieben. Darunter auch renergie Allgäu e.V., vertreten durch den Vorsitzenden Thomas Hartmann, Geschäftsführer Florian Weh, Beirat Franz Kathrein und Mitarbeiterin Angela Hartmann.

Raimund Kamm eröffnete als einer der Sprecher der LEE Bayern die Veranstaltung mit dem Hinweis, dass allein in der bayerischen EE-Branche mehr Menschen beschäftigt seien als in der gesamten Kohleindustrie in Deutschland. Bis vor 200 Jahren seien die regenerativen Energien die einzige Energiequelle in Bayern gewesen – „und in 30 oder 40 Jahren werden wir wieder dort angelangt sein“, gab sich Kamm zuversichtlich. Man dürfe sich allerdings nicht der Illusion hingeben, dass dies ohne Veränderungen in der Landschaft möglich sei. Nichtsdestotrotz sei der Wandel notwendig und unumkehrbar.

Die Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner begrüßte die Bündelung der einzelnen Kräfte der EE-Branche. Grundsätzlich sei sie ein Freund der Erneuerbaren. „Im Ziel sind wir uns meistens einig – nur auf dem Weg dorthin und bei der Umsetzung nicht immer“, erklärte Aigner und verwies darauf, dass der Landtag die Interessen aller Bürger vertreten müsse.

Auch Staatsminister Hubert Aiwanger freute sich „sehr sehr stark“ über die Gründung der LEE und die damit einhergehenden spartenübergreifenden Ansprechpartner für sein Ministerium. Die Gründung sei „ein historisches Ereignis – und wurde höchste Zeit.“ In seiner engagierten Rede versprach er neuen Schwung für die bayerische Energiewende. „Es muss wieder an den Stammtischen über die Energiewende geredet werden“, forderte der Minister. „Wir müssen die Menschen mitnehmen und für die Sache begeistern.“ Nur im gesellschaftlichen Konsens könne die Wende gelingen. Dabei verwies Aiwanger auch auf die noch immer gültige und im Koalitionsvertrag festgeschriebene 10H-Regelung für Windräder im Freistaat. Es sei für einen Kommunalpolitiker schwer, Windräder in seiner Gemeinde zu verkaufen. „Wir müssen die Akzeptanz zurück gewinnen“, betonte der Politiker. Geredet sei genug – „jetzt müssen wir es endlich umsetzen.“

Applaus bekam Aiwanger für seine Kritik am Ausbau der Übertragungsnetze. „Die Energiewende soll und muss dezentral sein – dann müssen wir auch nicht so viele teure Stromleitungen bauen.“ Damit der Umstieg auf die regenerativen Quellen klappt sei die Politik nun gefordert: „Es braucht Klarheit für den Anwender, er muss wissen was kommt“, unterstrich Aiwanger, „die Politik muss ehrlich an der Seite der EE-Branche stehen und Planungssicherheit geben.“

Die Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energien Simone Peter freute sich über die „vielen engagierten Menschen im Flächenland Bayern“. Ihre Betrachtung der Energiewende ging über die Grenzen des Freistaats hinaus: mit dem Beschluss der Kohlekommission habe man nun zumindest einen Fahrplan, wenn auch mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner; aber immerhin seien alle mit im Boot. „Klimaschutz passt und gehört zum Industriestandort Deutschland“, hob Peter hervor. Jetzt gehe es darum, Perspektiven zu schaffen, Prosumer zu unterstützen, den Ausbau der Verteilnetze voranzubringen. „Deutschland ist das Land der Tüftler, Denker und Ingenieure – mit diesen Menschen ist die Energiewende zu schaffen.“

Gute Aussichten

Im finalen „Duett“ brachten es Dr. Petra Hutner vom Windverband und Hermann Steinmaßl als Vertreter der Wasserkraftverbände noch mal auf den Punkt: „Erneuerbare Energien in Bayern sind unterschiedlich, innovativ, motivierend, günstig, traditionell, verlässlich, stetig, grundlastfähig und selbstbewusst – viele Akteure mit noch viel mehr Potenzial.“ Es sei aber auch der Aspekt der Versorgungssicherheit zu beachten, für die vor allem die Netzbetreiber verantwortlich sind. Jede Branche und jede Region habe ihre besonderen Stärken, die es optimal zu nutzen gelte. Spätestens mit dem Ausstieg aus der Atomkraft im Jahr 2023 muss die Lücke klimafreundlich gefüllt werden. Sie forderten von der Politik Planungssicherheit und Rückendeckung.

 

 

LEADER-Projekt „Durchwachsene Silphie“ – zweites Projektjahr


Silphie interessiert nicht nur die Biene

Gute Zwischenbilanz nach zwei von drei LEADER-Projektjahren

Ein insgesamt positives Fazit stand am Ende des zweiten Jahres im LEADER-Projekt „Mehr Vielfalt in der Energielandschaft mit Durchwachsener Silphie“. Auch wenn die Erträge der ersten Ernte wie erwartet eher gering ausfielen – die Resonanz in der Bevölkerung war an allen acht Allgäuer Versuchsfeldern gut bis sehr gut gewesen. Die hochgewachsene gelbblühende Energiepflanze hatte neben Bienen, Insekten und kleineren Wildtieren immer wieder auch interessierte Besuchergruppen angelockt. „Genau das war und ist unser Ziel“, freute sich Richard Mair, Vorsitzender des projektleitenden Vereins renergie Allgäu bei der Jahresabschlussbesprechung.

An fünf der acht Versuchsfelder hatten im Laufe des zweiten Projektjahres öffentliche Informationsabende stattgefunden. Während die Silphie im Oberallgäuer Lauben dicht an dicht und bis zu drei Meter hoch in sonnengelber Blüte stand, hatte sie sich auf den kiesigen Flächen im Ostallgäu deutlich schwächer entwickelt. „Das lag vermutlich am extrem trockenen Sommer“, mutmaßte Landwirt Helmut Miederer aus Buchloe. Er hatte im Frühjahr außerdem mit relativ viel Unkraut zu kämpfen gehabt. Der Imker aber, der seine Bienenstände an der Silphiefläche aufgestellt hatte, sei regelrecht begeistert gewesen. „Er will nächstes Jahr auf jeden Fall wieder vor Ort sein.“

Auch Johann Neth aus Ruderatshofen berichtete von starkem Unkrautdruck im Frühjahr. Dennoch sei die Silphie auf seinem ein Hektar großen Feld ordentlich gewachsen und hätte mit 10 t Trockensubstanz auch ein ganz ordentliches Ernteergebnis eingebracht. „Und das wird im nächsten Jahr sicher noch besser“, kündigte Uwe Kießling an. Der Landschaftsökologe begleitet das Projekt als LEADER-Koordinator und steht in engem und regelmäßigem Kontakt zu allen beteiligten Landwirten und Projektpartnern.

In dieser Funktion wird er im nächsten und dritten Projektjahr weitere Öffentlichkeitsmaßnahmen und Feldversuche in den vier Allgäuer Landkreisen anregen.  Er dokumentiert auch alle relevanten Daten und Ergebnisse. Vor allem die Ertragszahlen seien dabei interessant, so Johannes Fischer, Klimaschutzmanager im Landratsamt Ostallgäu. Denn so überzeugend die ökologischen Vorteile der nordamerikanischen Dauerkultur als tiefwurzelnde und humusbildende Bienenweide auch seien, nur wenn sich die Silphie auch wirtschaftlich rechne, könne sie sich durchsetzen.

Die Allgäuer Landwirte jedenfalls zeigen sich jetzt schon interessiert. Der Westallgäuer Projektteilnehmer Johannes Schneider wird seine Anbaufläche 2019 nochmal erweitern. Und auch aus anderen Landkreisen liegen dem Verein renergie Allgäu bereits zahlreiche Anfragen für die Silphie-Aussaat vor.

Mit Zuversicht den Bestand sichern


Infotage in Ulm bereiten Biogas-Branche auf die Zukunft vor

Auch wenn die politische und wirtschaftliche Lage nach wie vor schwierig ist, bei den Biogas Infotagen in Ulm zeigte sich die Branche ausgesprochen zuversichtlich und gut gelaunt. Die Veranstalter des Kemptener Vereins renergie Allgäu erlebten an den beiden Messetagen 150 zufriedene Aussteller und gut 1300 interessierte Fachbesucher. Damit konnte ein Publikums-Plus von über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden.

„Es geht nicht mehr um Neu- oder Ausbau, sondern um Bestandssicherung“, zieht Fachberater Stephan Ruile am Tag danach ein erstes Fazit der Biogas-Infotage. Die große Mehrheit der Anlagenbetreiber, die bei ihm und seinen Kollegen am renergie-Allgäu Stand in Halle 1 vorgesprochen hatten, hatten Fragen zur Flexibilisierung oder Direktvermarktung gestellt. Maßnahmen also, mit denen der Betrieb über das Ende des EEG hinaus sichergestellt werden kann.
Auf entsprechend großes Interesse stieß darum auch das neueste Angebot von renergie Allgäu, das Geschäftsführer Florian Weh in Vorträgen und Standgesprächen vorstellte: cells energy, ein Marktplatz für die Energiewende. Auf dieser Online-Plattform präsentieren sich Erzeuger von Erneuerbarer Energie dem Verbraucher, der aus diesem Angebot seine persönlichen Lieferanten der Zukunft wählen kann. „Heute schon den Kunden von morgen gewinnen“, nach diesem Motto bereitet cells energy den Biogasbetreiber auf die Zeit nach dem Ende der staatlichen Förderung vor und schafft gleichzeitig die Grundlage für eine nachhaltige, regionale und transparente Stromversorgung in Bürgerhand.

Ähnlich innovativ und zukunftsweisend präsentierten sich auch die Vortragsreihen in den drei Fachforen. Ob Praktiker oder Forscher – nahezu alle Referenten sprachen vor vollbesetzten Reihen und trafen auf hochinteressiertes Fachpublikum. Entsprechend begeistert zeigte sich beispielsweise Dr. Andreas Lemmer von der Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie der Universität Hohenheim, der gemeinsam mit seinem Team erstmals das zweitägige Wissenschaftsforum organisiert und durchgeführt hatte. Die Hochschule hatte auch die Ausstellung im Foyer der Messe bestückt, in der über unterschiedlichste Technologien und Forschungsansätze informiert wurde.

Zufrieden zeigten sich auch die rund 150 Aussteller aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Mit der Verlegung des Caterings in Halle 2 war es diesmal gelungen, die Besucherströme gleichmäßig über die gesamte Zeit auf beide Messehallen zu verteilen. Von „gut“ bis „ausgezeichnet“ reichten denn auch die Rückmeldungen der Aussteller. Im Gegensatz zu weitaus größeren Veranstaltungen ähnlicher Art habe man es an beiden Tagen ausschließlich mit Fachpublikum zu tun gehabt, viele konstruktive Gespräche und zielführende Beratungen geführt.

„Aus den beiden Tagen ergeben sich viel mehr Folgeaufträge als aus mancher Messe mit deutlich höherer Besucherzahl“, meldete sich ein Aussteller schon gleich beim Abbau wieder für die Infotage 2020 an. Die finden statt am Mittwoch und Donnerstag, 29. und 30. Januar, erneut in der Messe Ulm. Und genau wie die Biogasbranche selbst denkt auch das Team von renergie Allgäu, allen voran die Messeverantwortlichen Monica Lehmkuhl und Angela Hartmann, in dem Zusammenhang schon jetzt über immer neue Optimierungsansätze und Effizienzsteigerungsmaßnahmen nach.

Wir suchen Verstärkung – Sales manager (m/w/d)!


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Sales manager (m/w/d) green energy solutions

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Dein Ansprechpartner:
Florian Weh
Geschäftsführer
renergie GmbH
Adenauerring 97
87439 Kempten
mobil: 01590 – 4391586

Wir suchen Verstärkung – Fachberater Biogas (m/w/d)!


Wir sind ein gemeinnütziger Verein zur Förderung Erneuerbarer Energien in Kempten im Allgäu und suchen für unser kompetentes Fachberater-Team zur Verstärkung im Bereich Biogas eine/einen

Fachberater Erneuerbare Energien (m/w/d)
Schwerpunkt Biogas

 

Wir bieten:

  • Eine anspruchsvolle Tätigkeit in einem engagierten Team.
  • Einen sicheren Arbeitsplatz in einer zukunftsfähigen Branche.
  • Abwechslungsreiche Tätigkeiten im Bereich erneuerbare Energien.
  • Positives Arbeitsklima in einer umweltorientierten Organisation.
  • Einarbeitung in die vielfältigen Arbeitsgebiete und die Beratung.
  • Angemessene Vergütung.

 

Zu Ihren Aufgaben gehören:

  • Fachberatung im Bereich Biogas zu praxisbezogenen Themen wie
    • Anlagentechnik Gaserzeugung
    • Prozessbiologie
    • Anlagenführung mit Berührungspunkten zu den Themen Pflanzenbau und Landwirtschaft
    • BHKW-Technik und Netzanschluss
  • Beratung zu betriebswirtschaftlichen Themen im Bereich Biogas
  • Vor-Ort-Beratung auf Biogas-Anlagen in Bayern und Baden-Württemberg
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Wir erwarten von Ihnen:

  • Ein abgeschlossenes Studium, eine abgeschlossene Ausbildung zum Techniker, Meister oder einen vergleichbaren Abschluss im Bereich Erneuerbare Energien oder der Agrarwissenschaften.
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Falls Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an unseren ersten Vorsitzenden Thomas Hartmann unter der Nummer 0831 – 52 62 680 – 13 oder an Florian Weh unter Durchwahl -14.

 

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