Klimastreik – wir sind dabei


Fridays for Future organisiert bundesweiten Klimastreik am 25.09. und wir sind in Kempten auf dem Hildegardplatz ab 13 Uhr dabei.

Schafft es die EEG-Reform duch den Bundestag werden die bereits gesetzen Klimaziele, z.B. Ausbau der Erneuerbaren Energien auf 65% bis 2030, nicht erreicht. Deshalb ruft Firdays for Future nicht nur Schüler und Jugendliche zur Klimademonstration auf. Jetzt sind alle Wählerinnen und Wähler gefragt, also auf geht’s Eltern, Großeletern, Tanten und Onkel.

https://www.klima-streik.org/

Gebäude-Energie-Gesetz tirtt am 01.11. in Kraft


Endlich! – möchte man sagen. Nach fast vier Jahren der fortwährenden Vertagung und Verschleppung, der Verlagerung der Zuständigkeiten und der Verantwortung ist es jetzt da: Das lange erwartete Gebäude-Energie-Gesetz (GEG). Am 1. November 2020 wird es Gesetzeskraft erlangen.

Der im Grunde notwendige große Wurf ist es gewiss nicht. Eher ein kleiner Hüpfer – mehr zur Seite als nach vorne. Das Wichtigste im Überblick:

  • Das neue Gesetz führt das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) in einem Gesetz zusammen.
  • Das GEG verpflichtet BauherrInnen zur Nutzung von zumindest 15 Prozent Erneuerbarer Energie. Dazu zählen PV- und Solaranlagen, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und Brennstoffzellenheizungen, soweit Biomethan zu Strom und Wärme umgewandelt wird. Die Nutzung von Erneuerbarer Fern- sowie Abwärme zählen zu den Erfüllungsoptionen des Gesetzes.
  • Bei wesentlichen Renovierungen ist eine Energieberatung verpflichtend, wenn die Beratungsleistung unentgeltlich angeboten wird.
  • Die Erstellung von Energieausweisen wird besser qualifiziert. Künftig müssen auch die CO2-Emissionen angegeben werden.
  • Sogenannte Quartierslösungen für Gebäude in räumlichem Zusammenhang werden neu aufgenommen. Bis Ende 2025 wird es möglich sein, mehrere Gebäude bzw. einzelne Quartiere in Abhängigkeit voneinander zu betrachten. Maßnahmenkompensationen ermöglichen den Ausgleich innerhalb mehrerer Gebäude.
  • Ab 2024 wird die DIN V 18599 „Energetische Bewertung von Gebäuden“ alleinige Bilanzierungsregel und löst die DIN V 4108/6 und die DIN V 4701/10 ab.

Die zentrale Forderung zur Umsetzung der EU-Richtlinie über die „Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden“ wird damit nicht umgesetzt. In Artikel 2 Absatz 2 wird ein „Niedrigstenergiegebäude“ als Neubau beschrieben als ein „Gebäude, das eine sehr hohe, nach Anhang I bestimmte Gesamtenergieeffizienz aufweist. Der fast bei Null liegende oder sehr geringe Energiebedarf sollte zu einem ganz wesentlichen Teil durch Energie aus erneuerbaren Quellen — einschließlich Energie aus erneuerbaren Quellen, die am Standort oder in der Nähe erzeugt wird — gedeckt werden.“ (Richtlinie (EU) 2018/844 des Europäischen Parlaments und des Rates)

Dieser Gebäudetyp verbleibt nach Auslegung der Unterzeichner(in) Merkel, Altmaier und Seehofer dort, was die EnEV bereits vor 5 Jahren vorgab. Zumindest 80 kWh/m² wären demnach nahe Null und 15 Prozent demnach ein ganz wesentlicher Teil. Wie damit in 2050 ein klimaneutraler Gebäudebestand erreicht werden soll, bleibt rätselhaft. Wieviel unabhängige und qualifizierte Energieberatung zum Nulltarif möglich sein kann, ebenso.

Die Anforderungen im Gebäudebestand bleiben weitgehend unverändert. Detailergänzungen bei einigen Regelungsdefiziten und bei Erweiterungsbauten sind in der Praxis nur selten relevant. Auch bei diesem Gesetzesabschnitt stellt sich die Frage, wie das Ziel eines klimaneutralen Bestandes in den nächsten Jahrzehnten erreicht werden soll, wenn die bislang weitgehend unwirksame Regelungssituation beibehalten wird.

Laut EU-Richtlinie 2010/31/EU Artikel 2 Absatz 1 Satz 5 sind die Mitgliedsstaaten zwar nicht verpflichtet, Mindestanforderungen an die Gesamtenergieeffizienz festzulegen, die über die geschätzte wirtschaftliche Lebensdauer nicht kosteneffizient sind. Die praktische Erfahrung mit Niedrigenergie- oder Passivhäusern zeigt jedoch, dass die wirtschaftliche Amortisation der Mehrkosten bei typisch zwölf bis 15 Jahren liegt. Diese Nutzungsdauer erreicht jedes Gebäude und meist auch jede Anlagentechnik. Bei der Bestandssanierung ist der monetäre Rückfluss oft noch kürzer.

In der Novelle der EU-Richtlinie vom 30. Mai 2018 wird ergänzend festgelegt, dass jeder Mitgliedstaat eine langfristige Renovierungsstrategie bis 2050 zur Unterstützung der Renovierung des nationalen Bestands sowohl an öffentlichen als auch privaten Wohn- und Nichtwohngebäuden in einen in hohem Maße energieeffizienten und dekarbonisierten Gebäudebestand festlegt, mit welcher der kosteneffiziente Umbau bestehender Gebäude in Niedrigstenergiegebäude erleichtert wird. Auch dazu keine Aussage im neuen GEG.

Nähme der Gesetzgeber die selbst gesteckten Ziele und die Vorgaben der EU-Gesetzgebung ernst, müsste aus unserer Sicht folgendes festgelegt werden:

Neubau:

  • Gesetzliche Mindestanforderung gemessen an der EnEV2016 höchstens
    – 55 Prozent beim Transmissionswärmeverlust und
    – 40 Prozent beim Primärenergiebedarf.
    (das entspricht dem aktuellen Förderstatus KfW-EH 40 und 40+)
  • Ersatzweise Freistellung der Einhaltung Transmissionswärmeverlust, wenn Primärenergiebedarf bilanziell nachweislich Null.
  • Bilanzieller Einbezug des Primärenergiebedarfes für die Errichtung des Baukörpers über die geplante Nutzungsdauer (Berechnung Graue Energie).
  • Anhebung des Förderstatus für ein KfW-Effizienzhaus auf das Niveau KfW-PEH (Plusenergiehaus) mit einer Jahres-Energieerzeugung von mindestens 50 kWh/m² Nutzfläche bzw. KfW-PEH+ von mindestens 100 kWh/m² Nutzfläche (Berechnung gemäß aktueller Primärenergiefaktoren)

Sanierung:

  • Förderstatus für KfW-EH 100, KfW-EH 115 und KfW-EH Denkmal bezogen auf neue Mindestanforderungen
    (Anhebung H’T bei Baudenkmälern und besonders erhaltenswerter Bausubstanz: 200%)
  • Entfall Förderstatus für KfW-Effizienzhäuser 55, 70 und 85.
  • Ersatzweise Freistellung der Einhaltung Transmissionswärmeverlust, wenn Primärenergiebedarf bilanziell nachweislich Null.
  • Bilanzieller Einbezug des Primärenergiebedarfes für die verwendeten Baumaterialien über die geplante Nutzungsdauer der Sanierung.

Positionspapier zum EEG 2021


Das EEG 2021 hat als eine von vielen Novellen seit Einführung des EEG im Jahre 2000 eine besondere Relevanz. Denn es trifft zum ersten Mal Regelungen für die Zeit nach dem EEG und markiert damit auf besondere Weise den Beginn der nächsten Phase der Energiewende.

 

Daher ist es besonders wichtig, dass der Anfang September vorgelegte Referentenentwurf intensiv diskutiert und verbessert wird. Jetzt ist die Zeit, um ein Zeichen für den Klimaschutz und die schnelle Umstellung auf Erneuerbare Energien zu setzen anstatt zu verzögern. renergie Allgäu e. V. hat daher den wichtigsten Änderungsbedarf aus seiner Sicht in einem Positionspapier gefasst. Bitte nutzen Sie dieses Papier gerne im Gespräch mit Ihren Abgeordneten als Tischvorlage.

Positionspapier renergie Allgäu e. V. EEG 2021

EEG 2021 kurz vor Beschluss


Seit März verzögert sich die Bekanntgabe des Entwurfs für die neue große EEG-Novelle, die Mittlerweile als EEG 2021 benannt wird. Es zeichnet sich jetzt aber ab, dass zum 23.09.2020 der Kabinettsbeschluss des Referentenentwurfs erfolgen soll. Über Inhalte des Referentenentwurfs ist bisher noch nichts bekannt geworden. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Hohe Nachfrage nach Fördermitteln


Die Nachfrage nach Förderprogrammen zum energieeffizienten Bauen und Sanieren hat sich im ersten Quartal 2020 sehr positiv entwickelt.

Die Anzahl der bewilligten Förderanträge für Kfw-Effizienzhäuser stieg von ca. 10.000 Anträgen im 1. Quartal 2020 auf rund 23.000 im gleichen Zeitraum 2020 und hat sich somit verdoppelt. Das zugesagte Kreditvolumen wuchs insgesamt von 2,18 auf 7,47 Mrd. Euro allein bei den Wohngebäuden. Ein deutliches Plus gibt es laut BMWi auch bei den Energieberatungen: Für die Beratung bei Wohngebäuden gingen statt 3.602 nun 7.644 Anträge ein. 

Energieeffizientes Bauen und Sanieren spielt eine Schlüsselrolle für die Eindämmung des Klimawandels, denn der Energiebedarf wird nachhaltig reduziert. Jeder Bauherr kann dazu einen kleinen Beitrag leisten und schont obendrein auch noch seine Geldbörse.

Ausführliche Informationen und Förderanträge zum „Energieeffizienten Bauen & Sanieren“

Erreichbarkeit renergie Allgäu e.V.


Nach 2 Monaten im Homeoffice sind alle Mitarbeiter ab Montag, 18. Mai 2020 sind wir wieder wie gewohnt in der Geschäftsstelle zu erreichen. Die Kontaktdaten der einzelnen Mitarbeiter finden Sie hier.

Auch wir bei renergie Allgäu e.V. zeigen uns solidarisch, um allgemeine Ausgangssperren aufgrund Covid-19 möglichst zu verhindern. Ab Freitag 20.03.2020 verlagern wir unseren Geschäftsbetrieb überwiegend ins Home-Office. Wichtig für Sie:

Wir sind weiter wie gewohnt für Sie da!

Und das (fast) ohne Einschränkungen! Alle unsere Durchwahlnummern werden weitergeleitet und wir bieten unsere Dienstleistungen in (fast) vollem Umfang über geeignete digitale Wege an

Diese Einschränkungen wird es für Sie bis auf weiteres geben:

  • Die Geschäftsstelle Kempten bleibt für Besucher geschlossen.
  • Beratungen und Besprechungen finden per Telefon oder Videokonferenz statt.
  • Veranstaltungen werden verschoben oder als Webinar im Internet abgehalten.

Wenn Sie sich für eine Video-Beratung oder eine online Veranstaltung interessieren, unterstützen wir Sie gerne dabei, die Technik bei Ihnen zu Hause einzurichten. Sie benötigen dazu ein Laptop mit Kamera und ggf. Mikrofon oder ein anderes entsprechendes Endgerät.

Wir wünschen Ihnen allen gute Gesundheit und gutes betriebswirtschaftliches Durchhaltevermögen, solange unser Land die „Bürgersteige hochgeklappt“ hat.

Mit sonnigen Grüßen

Florian Weh

Geschäftsführer renergie Allgäu e. V.

 

 

 

 

Auf dem Weg zum C02-neutralen Dorf


renergie Allgäu e.V. begleitet seit vielen Jahren die Gemeinde Edelstetten auf dem Weg zum CO2-neutralen Dorf. Die Brüder Klaus & Josef Jekle brachten vor 15 Jahren den Stein ins Rollen, mit dem Bau einer Biogasanlage. Auch die Abwärme sollte sinnvoll genutzt werden und so entstand 2008 das erste Nahwärmenetz. Mittlerweile beliefern die Brüder Jekle, Martin Hillenbrand und der Energiehof Sonner einen Großteil der Edelstettener Bürger mit Wärme. Bis 2021 werden 90% der Haushalte an das Nahwärmenetz angeschlossen sein. Die Berater von renergie Allgäu e.V., Thomas Hartmann & Stephan Ruile, begleiten die Gemeinde Edelstetten, die Energiewirte und die Bürger bei den unterschiedlichen Maßnahmen hin zum Energiedorf.

Hier geht es zum ausführlichen Pressebereicht

Herzlichen Glückwunsch Wolf von Fabeck


Wolf von Fabeck Ehrenvorsitzender des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e.V. (SFV) feiert seinen 85. Geburtstag und wünscht sich zu diesem Anlass viel Besuch auf seiner neuen Website www.klima-for-future.de

Schauen Sie auf der Seite vorbei, Kommentare, Informationen,Karikaturen und vieles mehr warten auf Sie

Virtuelle Übergabe der Petition „Kein Aus für Solaranlagen nach 20 Jahren“


Der SFV ist ein bundesweit tätiger Umweltschutzverein, der sich für die rasche und vollständige Umstellung der Energieversorgung auf Sonnen- und Windenergie einsetzt. Der SFV engagiert sich für eine dezentrale, bürgernahe Energiewende. Mit großem Nachdruck setzt sich der Verein für gesetzliche Rahmenbedingungen ein, die den Ausbau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen und Langzeitspeicher ohne Bürokratie und Restriktionen umfassend und schnellstmöglich voranbringen.

Am Donnerstag, 07.05. übergeben der Solarenergie-Förderverein Deutschland und 70 Umweltinitiativen 122.358 Unterschriften an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Hier gehts zum ausführlichen Artikel.

 

EEG-Novelle ist lückenhaft

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Das Bundeswirtschaftsministerium hat am Montag, 27.04.20 eine Novelle des Erneurbare-Energien-Gesetz (EEG) auf den Weg gebracht.

Die wichtigen Themen für die Erneuerbaren Branche finden sich indes im Moment noch nicht in der Novelle. So gibt es darin keine Regelung zur Aufhebung des Solardeckels oder zu Anschlussregelungen für EEG-Anlagen, die nach 20 Jahren aus der Förderung fallen.Erfreulich ist die Novelle nur für Großabnehmer aus der Industrie, die EEG-Umlage soll für diese Betriebe fast gänzlich wegfallen.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Bundesregierung nicht von dem falschen Schluss leiten lässt, dass die Corona-Krise ein Zurückfahren der Klimaschutzbemühungen erforderlich macht. Das Gegenteil ist der Fall, wir müssen gerade jetzt in dem Bereich Erneuerbare Energien und Klimaschutz den Fokus setzen um uns für die Zeit vorzubereiten, wenn die Wirtschaft wieder voll hochgefahren wird. Denn diese Bereiche werden dann im Zentrum stehen und wir wären gut beraten, uns bis dahin in dem Zukunftsthema optimal zu positionieren. Gerade wegen dem großen Schaden, den andere Bereiche wie Automobilindustrie und Luftfahrt gerade nehmen. Die Erneuerbaren Energien werden wichtiger Motor beim wiederanfahren sein.

Florian Weh
Geschäftsführer renergie Allgäu e. V.

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